Biogastreibstoff vom Bauernhof
Über das Projekt
Biogasproduktion zum Einsatz als Treibstoff in Fahrzeugen.
Projekteigner
BAW AG
Ausgangslage
Agrigas in Widnau ist das erste von der Stiftung unterstützte landwirtschaftliche Biogas-Projekt, bei dem das Biogas aufbereitet und als Treibstoff ins Erdgasnetz eingespeist wird. Drei Landwirte aus Widnau (Kanton St. Gallen) realisieren dazu gemeinsam eine entsprechende Biogasanlage. Mit 100 Grossvieheinheiten (GVE) Milchkühen und 400 GVE Mast- und Zuchtschweinen besitzen sie eine gute Grundlage, um eine landwirtschaftliche Biogasanlage zu betreiben. Zusätzlich werden Gemüseabfälle, Grüngut, Karotten und Kartoffeln aus der Umgebung verarbeitet.
Beitrag Stiftung Klimarappen
Dank der Stiftung wird das mit den Substraten produzierte Biogas mit einer Aufarbeitungsanlage in Biogas mit Erdgasqualität aufgewertet. Da sich 300 m vom Anlangenstandort ein Erdgasnetz befindet, bietet sich eine Biogasaufbereitung zu Erdgasqualität an. Für die Beheizung des Fermenters werden 10% des erzeugten Biogases verwendet. Rund 48’000 Nm3 Biogas werden jährlich in das Erdgasnetz eingespiesen. Die vergorene Gülle wird nach der Biogasanlage separiert. Die dabei produzierte Dünngülle hat im Vergleich zur Rohgülle viele positive Eigenschaften: Sie riecht fast nicht mehr, sie ist pflanzenverträglicher und hat bessere Düngereigenschaften. Der separierte Feststoff wird aerob nachbehandelt und dadurch zu einem wertvollen Düngerersatz.
Einsparungen
Mit dem Treibstoffprojekt in Widnau kann Erdgas durch klimaschonendes Biogas ersetzt werden. Dadurch werden pro Jahr 968 Tonnen CO2 reduziert.

